Sekundenkleber mit Weihnachtsdeko

Der Beitragstitel verrät mal wieder alles. Aus der schon etwas vernachlässigten Kategorie: Für euch getestet – Nicht empfehlenswert: Ich habe mit Sekundenkleber Basteleien machen wollen, um in meine Wohnung weihnachtlichen Glanz zu zaubern. Und ne, wenn ihr jetzt alle denkt, ach da hing die mit zusammengeklebten Fingern an der Tischplatte fest, nix da. Dieses Anfängerstadium habe ich schon längst überschritten. Das mit diesen Basteleien ist ja eh so eine Sache. Ich seh etwas total entzückendes im Internet: Dort heisst es 5 Min Crafts oder Easy-Peasy-DIY. Ich fall halt immer drauf rein. Ich weiß es besser, hält mich aber nicht ab sofort ein Bastelgeschäft zu stürmen. Ich brauch ja nur zwei drei Dinge. Der Schock an der Kasse ist wie immer vorhersehbar. Ich ziehe da Parallelen zum Stoffkauf. Die zwei, drei Utensilien  kosten 37 Millionen und 59 Cent. Zuhause angekommen wird direkt hochmotivert gebastelt. Mega gute Idee mit zwei Kleinkindern. Warum ich überhaupt Sekundenkleber genommen habe? Weil mein guter alter Uhu oder auch Bäbb leer war. Den SuperKinderGlitzerkleber aus meinem selbstgebastelten Adventskalender durfte ich natürlich nicht verwenden, da hat mein Großer Protest an den Tag gelegt. Also hab ich mir gedacht, ach komm, das bisschen Butterbrotpapier kleb ich schnell mit dem guten alten Sekundenkleber. Und Zack. Esstisch hat jetzt auch ein weihnachtliches Gewand. Ich muss dazu sagen, dass der Tisch wirklich alle Malattacken, GlitzerstiftOrgien und sogar mein Sprühfarbintermezzo super weg gesteckt hat. Aber beim Sekundnekleber ist selbst er in die Knie…

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Wie läuft es bei euch mit eurer weihnachtlichen Deko? Ich kann leider keine Fotos zeigen, es sieht zu stark nach Marke Eigenbau aus. Dann zeige ich euch doch lieber mein neustes Nähprojekt. Wollt ihr eine Überleitung vom Sekundenkleber zum Nähen? Ha, mein Spezialgebiet. Bitteschön: Ich hatte so raue Fingerkuppen von dem blöden Kleber, dass ich ständig Fäden aus dem Mantelstoff gezogen habe. Das war echt nervig, dem Stoff hat es nicht geschadet, mich hat das Gefühl von „ständigem Hängenbleiben“ wahnsinnig gemacht. Kennt ihr das? Und tada: Schon sind wir beim Mantel.

Was soll ich große Worte verschwenden in der Weihnachtszeit. Ihr seid im Weihnachtsstress. Deswegen, Mantel: Schockverliebt. Auch wenn er so gar nichts für meine Figur tut. Er ist mein Kuschelheld im Alltag. Ich habe mich etwas verkünstelt und selbst beim Innenfutter zwei verschiedene Futterstoffe verwendet. Und Zierstiche. Nähgöttin ist mein neuer zweiter Vorname.

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Nähfakten:

Stoff: Bouclé in nude (war eure Entscheidung und ich liebe sie)

Schnitt: Villette von La Maison Victor

Zuschnitt- und Nähzeit: 8h (und jetzt haltet euch fest, ich habe für das Abpausen des Schnitts und den Zuschnitt drei Stunden gebraucht. Ich bin echt verzweifelt, weil ich die Nummerierung der Bögen nicht gelesen habe sondern dachte, wenn ich Schnittbogen eins auf die Rückseite wende kommt Seite zwei. Logisch oder? Bitte bitte bitte liebe LMV-Näherinnen, ist euch das auch schon passiert.? Es ist Seite drei. What?

Den Schnitt kann ich empfehlen, hat viel Spaß gemacht nach der LMV zu nähen. Habe ich zum ersten Mal ausprobiert und möchte direkt ein neues LMV-Projekt starten.

Outtakes: Vom Winde verweht. Ich hatte mir die Bilder ja in einer verschneiten Winterlandschaft vorgestellt. In München hatte es allerdings 12 Grad und Sturmböen. Dank meiner zweiten Schwangerschaft habe ich leider sehr viele Haare verloren und sehe oft aus wie ein gerupftes Huhn. Der Sturm unterstützt das noch. Maaaan, Haare könnt ihr bitte schneller nachwachsen? Danke.

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Verlinkt beim MMM, Sew La La und Du für Dich am Donnerstag.

Habt es wunderschön. Bis nächste Woche.