Herbstliebe

Ich liebe den Herbst. Die frische Luft morgens, das unglaublich schöne Licht tagsüber und natürlich die leckeren Kürbisse. Ich könnte mich locker 2-3 Monate alleine von Kürbissuppe ernähren. Na gut, ich tue es wahrscheinlich schon. Das einzig blöde daran ist, dass ich immer in Lebensgefahr schwebe wenn ich einen Kürbis zerkleinere. Oft hebel ich mit brachialer Gewalt mit dem riesigen Brotmesser an dem Kürbis rum, dass es mir selbst zu riskant wird. Aber die Dinger sind auch echt zähe Gegner. So ne Axt in der Küche wäre da manchmal hilfreich. Zum Glück habe ich beim Kürbiszerkleinern noch keinen meiner Finger verloren, da ich diese im Herbst besonders beim Stricken benötige. Endlich wieder eingekuschelt auf der Couch sitzen und gedanklenlos vor mich hin stricken. So schön.

Gerade genieße ich den wundervollen warmen Herbstanfang. Dank meiner riesigen Kugel und den zusätzlichen Kilos ist mir fast nie kalt. Normalerweise nichtschwanger bin ich die ultimative Frostbeule. Aber gerade jetzt kann ich locker im dünnen Shirt rumlaufen und als Jackenersatz kommt der Yoga-Shawl zum Einsatz. Das Teil ist ein riesiger Schal, der auf zwei Seiten (über Eck) Knöpfe hat. Somit kann der Schal zum Cape oder Poncho umgewandelt werden. Ursprünglich wollte ich ihn als Poncho nutzen, sah aber total doof aus. Deswegen dient er als kuschliger xxl-Schal, der viel Schulter bedeckt und dadurch schön wärmt.

Da es sich um das Langzeitprojekt aus meinem Winter 2015/2016 handelt, weiß ich partout nicht mehr welche Wolle ich verstrickt habe. total ärgerlich, da ich irgendwann aufgehört habe alles bei Ravelry einzupflegen. Ich weiß nur noch sie hat einen hohen Kaschmiranteil und war von Wolle Rödel. Und ach ja, sie hat mich ein Vermögen gekostet. Klar, ich altes Luxusweib wollte unbedingt auch mal Kaschmir verstricken. Aber es hat sich gelohnt. Der Schal fühlt sich unglaublich weich, sanft und kuschelig an, überhaupt nicht rau und kratzig. Dafür fusselt er wie Bolle. Ja gut, war nicht eine meiner besten Ideen ein schwarzes Shirt zum Shooting anzuziehen.

Auf den oberen Fotos könnt ihr sehen wie groß das Teil tatsächlich ist. Es hat auch einen ganzen Winter gedauert bis ich fertig war mit stricken. Nur an den Enden ist ein schönes welliges Muster eingearbeitet, sonst wird alles glatt rechts gestrickt (Ausnahme die Knopflöcher). Ich sehe euch schon vor mir, wie die Strickerinnen gedanklich mit den Augen rollen. So eine riesige Fläche glatt rechts? Gähn, wie langweilig. Aber genau mein Ding. Nicht nachdenken, einfach stricken. Ich bin da eher unanspruchsvoll.

Strickmuster: Yoga Shawl

Outtakes habe ich leider wieder keine, dafür hier Tragebilder aus dem Alltag. Übrigens sind die Bilder mitten in Haidhausen in München entstanden. Sieht doch eher nach einer Berghütte in den Alpen aus oder? Ist aber das DAV-Haus mitten in München. Und da sich die ganze Stadt gerade auf der Wiesn rumtreibt konnte ich hier schön entspannt Fotos machen.

Habt alle einen wundervollen Donnerstag und genießt den Herbstanfang.

Verlinkt bei RUMS.

Britta

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10 thoughts on “Herbstliebe

  1. Liebe Britta,

    jetzt ist meine Mama auch Fan von deinem Blog seit ich ihr den tollen Schal gezeigt habe 😊. Mal sehen, vielleicht finde ich ihn unterm Weihnachtsbaum wieder…

    Viele liebe Grüße
    Inga

    1. Liebe Inga, das freut mich sehr. Hoffentlich ziehe ich nicht den Zorn auf mich weil es wirklich gaaaaaanz langweilige endlos viele rechte Maschen sind 🙂 Ich drücke die Daumen, dass er unterm Baum liegt. Und so brav wie die dieses Jahr immer warst 😉 muss er ja eigentlich mit Sicherheit unterm Baum liegen.
      Ganz liebe Grüße
      Britta

  2. was für ein genialer Schal, da wünsche ich mir mal wieder, stricken zu können.
    und so wundervolle Bilder, du bist echt eine richtig strahlende Schwangere!

    oh ja, ich könnte mich auch von Kürbis ernähren und ja, eine Axt wünsche ich mir auch manchmal herbei… aber ich glaube, den Tipp mit dem Runterwerfen probiere ich mal aus *g*

    LG
    sjoe

    1. Ganz lieben Dank Sjoe😍. Es gibt auch etwas Gutes an den launischen Schwangerschaftshormomen. Sie bringen einen wirklich zum Strahlen😀ab und zu halt auch zum Ausflippen🙈.

      Viel Spaß beim Runterwerfen. Meiner ist morgen fällig. Ich glaub, er hat jetzt schon Angst. Aber darauf kann ich keine Rücksicht nehmen.

      Ganz liebe Grüße und einen schönen Freitagabend,
      Britta

  3. Oh was fr ein wunderbarer Schal/ Tuch. Ich hab immer größten Respekt, wenn jemand so was schönes stricken kann. Ich hab gerade genug Geduld für einen Loopschal. Schön aber immer wieder bei anderen schöne Werke zu entdecken.
    Zu deinem Kürbis”problem” habe ich einen Tipp, klappt aber nur bei Hokkaido, da dieser Kürbis nicht geschält werden muss.
    Den Kürbis einfach im Ganzen in eine Auflaufform setzen und dann etwa eine halbe Stunde bei 200°C in den Ofen schieben. Danach ist er so weich, dass man sich auch nichts mehr absäbeln kann.

    Liebe Grüße

    Judith

    1. Liebe Judith, ganz lieben Dank. Ich habe auch ganz viele Loops aus dicker Wolle. Das sind immer meine Zwischendurch-Schnelles-Erfolgserlebnis-Projekte 😀 da muss ich immer aufpassen, dass meine Langzeitstrickprojekte nicht in Tiefschlaf fallen.

      Vielen Dank für deinen Tipp. Ich nehme zu 80% immer Hokkaido. Genau aus diesem Grund ihn nicht auch noch schälen zu müssen. Das finde ich ein unschlagbares Argument und mir schmeckt er auch noch super.

      Hab gestern schon wieder einen gekauft, wird heute direkt verarbeitet. Mein Kleiner will allerdings auch ein Gesicht reinschnitzen. Hat er auf dem Weg zur Kita gesehen. Oh je, jetzt habe ich Tipps zum ungefährlichen Verkleinern und schneide mir wahrscheinlich beim GesichterSchnitzen die Finger ab 😂😂😂
      Wunderschönen Freitag, liebe Grüße
      Britta

  4. Liebe Britta,
    du siehst ganz wunderbar aus. Die Schwangerschaft steht dir so gut. Du strahlst so toll und siehst schön entspannt aus. 🙂
    Der Poncho sieht wirklich super flauschig und warm aus. Und ohne den Preis für die Wolle zu kennen, wirkt er durch den Flausch super hochwertig. Die Strickzeit hat sich definitiv gelohnt. Und ich finde – eine große Fläche ordentlich glatt rechts zu stricken finde ich als Nicht-Strickerin schon eine beachtliche Leistung.
    Liebe Grüße
    Miriam

    1. Ohhh, ganz lieben Dank Miriam😍mir geht es auch wirklich wundervoll, dafür bin ich sehr dankbar. Und die zweite Schwangerschaft ist sowieso so viel entspannter als die erste – ich bin bei vielen Dingen nicht mehr so unsicher und ängstlich – und durch den Kleinen habe ich eh keine Zeit mehr mir Sorgen zu machen 😂

      Der Flauschfaktot ist wirklich ein Traum. Hat aber einen Nachteil, ich mag direkt wieder Kaschmirwolle verstricken…ich ruf mal Dagobert Duck an. Vielleicht lässt er mich ja ne Runde in seinen Geldspeicher. 😀 Ansonsten heißt es sparen oder die geplante Stoff und Stil – Bestellung um ein paar Meter zu kürzen🙈

      Ganz liebe Grüße
      Britta

  5. Hallo Britta,
    einen schönen Schal/Poncho hast du da!
    Da ich mir beim Kürbiszerteilen auch schon mal ordentlich in den Finger geschnitten habe, nutze ich jetzt eine simple Zerteilungsmethode: ich lasse den Kürbis aus ca. 1 m Höhe auf einen Steinfußboden fallen. Dadurch bekommt er mindestens einen Riss und dort kann man dann leicht mit dem Messer ansetzen. Geht gut!
    Viel Erfolg und einen schönen Herbst wünscht Dir
    Claudia

    1. Liebe Claudia, das klingt mir nach einer effektiven Methode die auch noch Spaß macht😄Wird sofort am Wochenende ausprobiert. Ich muss allerdings dafür auf den Balkon, ich vermute unser Laminat könnte das nicht schaffen und unsere Untermieter würde es vor Schreck aus den Socken hauen. Aber auf dem Balkon sind Steinfliesen👍🏻und wie du schreibst, hat man den ersten Riss geht’s ganz gut. Nur bleibt mir bis zum ersten Riss total oft das Messer stecken und ich bekomme es fast nicht wieder raus. Da muss also jetzt der Balkonboden herhalten 😀
      Hach, ich hätte ja schon wieder Hunger auf eine Suppe.
      Danke für deinen Tipp.
      Ganz liebe Grüße
      die Kürbissüchtige😀

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