Wann ist genug genug?

Kennt Ihr T-Rex, diesen Dino mit den viel zu kurzen Armen im Verhältnis zu seinem Körperbau? So fühle ich mich gerade beim Nähen. Der Weg zur Nähmaschine ist zu lang, ich als vorübergehender T-Rex komme an die Tasten nicht mehr ran, weil der Bauch im Weg ist. Ich sitze geschätz 3m weit weg vom Tisch. Ihr seht: Baby, ich bin bereit. Ich habe keine Lust mehr auf den dicken Bauch. Warten war noch nie meine Stärke. Und ja, wuchtet ihr euch gefühlt 256 mal nachts aus dem Bett weil das Baby gerade Salto rückwärts auf der Blase übt. Oder gerade meint, es muss sich so weit strecken, dass fast ein Ärmchen oder Beinchen zombiemäßig durch meine Bauchdecke bricht. Oder ich jegliche Tatorte ohne meinen geliebten schweren Rotwein ertragen muss (ertragen weil ich die Letzten etwas gewöhnungsbedürftig fand, ich sag nur Halloween-Tatort). Oder dieses ständige Schluckauf vom Baby…ja, ja, klingt zuckersüß. Aber wenn man im Bett liegt, eh nicht einschlafen kann und dann noch der ganze Bauch vom Hickser wackelt hat das schon großen Nervfaktor: Baby I’m ready.

Und was auch voll nervt ist, dass ich nichts mehr nähen kann. Figurtechnisch weiß ich ja nicht, wie ich da nachher reinpasse. Ich kann also keine neuen Schnittmuster mehr ausprobieren.

Aus der Not raus habe ich mir diesen Schal gebastelt. Und hier meinte ich eigentlich: Wann ist genug genug? Wie viele Tücher brauche ich? Ich bin ein Schal-Junkie. Trotzdem habe ich beim letzten Flohmarkt radikal ausgemistet und minimalisiert. Zur Folge: jetzt doch wieder nichts passendes im Schrank. Genäht habe ich mir tatsächlich noch keinen.

Er ist aus einem Stoffrest entstanden. Den Stoff liebe ich, dem VichyMuster bin ich ja eh schon total verfallen. Es sollte  ein xxl-Schal werden, aber irgendwie habe ich mich total verschätzt. Wisst ihr wie viel Stoff ein Schal verbraucht? Hat gerade so hingehauen mit der Resteverwertung aber er hätte auch gerne länger sein dürfen. Eine leichte Dreiecksform musste es dann retten, was draus geworden ist mag ich sehr gerne. Irgendwie zeitlos schön und peppt meine langweiligen Umstandsoutfits auf.

Diesmal gibt es keine Nähfakten, SM ist von mir und war ratzifatzi in 30 Minuten zusammengeschustert. Dafür Outtakes. Ich habe euch nämlich im Verdacht, dass ihr immer nur meine Outtakes anschaut. Als letztes Mal keine dabei waren habe ich tatsächlich von vielen Freunden Feedback bekommen, dass die fehlen.Ich  freue mich immer riesig über Feedback und für euch tue ich doch alles. Also keine falsche Charme, hier die Outtakes.

  1. Irritierter Blick, Hund nähert sich meiner Handtasche
  2. Böser Blick als Hund meine Handtasche angefallen hat, mit meinem bösen Blick ist er jedoch angstvoll sofort geflüchtet.

Rest: Spaß muss sein, ich sollte mal eine andere Pose machen – hat ja super funktioniert.

Danke an Nadia, du bist eine tolle Fotografin und die Geduld in Person.

So, jetzt erstmal puren Ingwer essen, viele Treppen steigen, scharfes Curry kochen…ich mache jetzt alles. Ist zwar noch zwei Wochen vor ET aber ich mag dich jetzt in meinen Armen halten liebes Baby. Ich möchte nicht mehr schwanger sein. Und ganz ehrlich, hier draußen auf der Welt ist es wunderschön.

Habt eine wundervolle Zeit und bis hoffentlich zum nächsten Post mit vollgespucktem Windeltuch über der Schulter.

Verlinkt bei RUMS.

 

Britta

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4 thoughts on “Wann ist genug genug?

  1. Liebe Britta,
    Metti hat schon alles gesagt, ausser:
    tolle Bilder, super Ausstrahlung, authentischer Text!
    Und das Tuch gefällt mir auch!
    Herzlich, Ly.

    1. Ganz herzlichen Dank liebe Ly. Zum Glück kann ich als T-Rex noch eine Tastatur bedienen und mich für deine lieben Worte bedanken.
      Ich warte dann mal…und lasse von mir hören wenn meine Ingwertherapie angeschlagen hat🙈😄.
      Alle Liebe💕,
      Britta

  2. Hi hi, habe mich gerade so wieder gefunden in deinem Post, sitze hier nämlich gerade mit dem knapp sechs Wochen altem Babyjungen, der – im Gegensatz zu mir – nach dem Stillen schon eingeschlafen ist. Aber mach dich darauf gefasst in Zukunft nachts noch häufiger und länger wach zu sein, den Schluckauf auf deinem Bauch zu fühlen statt darin, weil das Baby gerade nirgendwo anders schlafen will als auf Mamas Bauch 🙂 Fühlt sich übrigens gar nicht so viel anders an 🙂 und wenn es dir wie mir geht, wirst du die Kugel sogar etwas vermissen, obwohl man das Baby natürlich um nichts in der Welt vermissen will. Also in diesem Sinne: genieß noch die letzten Kugeltage und freu dich auf die Kennenlernzeit!! By the way: Tücher kann man nie genug haben und deines ist ganz toll geworden! Liebe Grüße
    Metti

    1. Liebe Metti, vielen Dank für deine lieben Worte.
      Wie du schreibst bin ich auch fest davon überzeugt dass ich den Bauch ab und an vermissen werde. Weil es wird ja nicht entspannter mit Baby sondern herausfordender. Aber ich mag es jetzt endlich sehen, wie es aussieht, wie es riecht, ob es seinem Bruder ähnelt. Da bin ich extrem ungeduldig.
      Voll süß, dass dein kleiner Bub auch deinen Bauch als bevorzugten Schlafplatz gewählt hat. War bei meinem Großen nicht anders. Nur habe ich von der damaligen zauberhaften Anfangszeit so viel schon wieder vergessen😥genieße diese wundervolle Zeit.😍
      Alles Liebe
      Britta

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