Winterliche Auszeit

Ihr kennt bestimmt die 80 / 20 Regel (Paretoprinzip) oder? Im Alltag ist das ja eine super Sache, in einer neu bezogenen Wohnung leider nicht. Da ist es eine heimtükische Falle. In die ich gerade zielstrebig reintappe. Nicht mal sechs Wochen seit Einzug sind vergangen und schon stören mich die nackten Glühbirnen überhaupt nicht mehr. Licht ist Licht oder? Nackte Glühbirnen erfüllen ihren Zweck. Zuverlässig. Und genau das ist das Problem. Ich muss mich echt zwingen hinterher zu sein, sonst habe ich immer noch die bloßen Fassungen an den Wänden hängen wenn meine Kids ausziehen (und das dauert noch). Ich bin mir sicher (hoffe das zumindest), dass ihr auch noch solche Ecken habt oder? Und die Glühbirnen sind nur eins von vielen Beispielen.

Und trotzdem habe ich nackte Glühbirnen nackte Glühbirnen sein lassen und eine Auszeit vom Wie-Mache-Ich-Die-Wohnung-Schön genommen (falls das hier einer der tollen trendy Interior-Blogger liest…das ist gleichzeitig ein Hilferuf). Deswegen ging es am Sonntag ab zum Schlittenfahren und die Bohrmaschine wurde schmollend im Werkzeugkasten zurück gelassen.

Das sind die Dinge, die das Elternsein für die Augenringe, die bis zum Mond reichen, entschädigen. Schlittenfahren ist so spaßig. Ok, runter definitiv mehr als hoch. Aber man zieht sein Kind ja gerne und lässt sich gleichzeitig in den Rücken brüllen “schneller ziehen Mama, Maaamaaa, schneller ziehen”.

Und da habe ich als ausgebuffter Schlaufuchs gedacht, och so ein bisschen Schnee harmoniert perfekt mit meinem neuen selbstgestrickten Schal. Also Zack das schnellste Shooting aller Zeiten gemacht.

Das Dreieckstuch ist das Dawanda-Tuch. Ich war mal wieder schrecklich unkreativ und habe die Farbwahl direkt vom Model geklaut. Und ich liebe es. Leider kratzt es. Ich werd’s mal in den Schonwaschgang hauen, vielleicht wird es dann besser. Ich bin da total empfindlich und hätte die Mohairwolle besser mal an meine Haut gehalten bevor ich sie eifrig verstrickt habe.

Strickfakten:

Strickmuster: Dawanda-Tuch (total einfach, kostenlose Anleitung)

Wolle: Baumwollbobbel mit Farbverlauf und parallel einfarbige graue Mohairolle verstrickt (Chatten-Bastelstübchen, Nicole ist die Geduld in Person und hat meine Farbwünsche für den Bobbel extra für mich wickeln lassen…als ich mich dann endlich entscheiden konnte.)

Zeit: Schönes Ein-Monat-Abend-Projekt

Und nein, ich war nicht so Schlittenfahren. Nur für euch bin ich in diesem dünnen Jäckchen im Schnee rumgehüpft. Es war nämlich echt eiskalt…Ich mag das. Klirrend klare Luft. Gestochen scharfe Umrisse der Natur. Schnee, der bricht wenn ich drüber laufe. Die Witterung und das Drängen von meinem Großen hat das Shooting auf drei Minuten reduziert. Der Schlitten hat gerufen. Länger konnte ich eh nich, sonst wäre ich erfroren. Die anderen Leute dachten eh schon, was will die Tussi denn hier in der Natur. Die erfiert uns.

Tatsächlich bin ich dann so rumgestapft. Eingehüllt in dicker Jacke (ist übrigens Kunstpelz) und eingebauter Heizung (durch das Baby). Ist echt mollig warm, wenn ich meinen Goldschatz an mich hinbinde. Den Trageeinsatz habe ich auch selbst genäht. Ziemlich praktisch, da ich die Jacke in der Schwangeschaft und auch jetzt mit Tragetuch nutzen kann. Einfach passenden Reißverschluss zur Jacke rausgesucht und Einsatz genäht. Der Teddystoff ist innen schon etwas runtergekommen, aber ich hatte den Einsatz schon beim Großen im Einsatz (haha, ziemlich platt ich weiß). Definitv eines meine rmeistgenutzen Nähprojekte.

Outtakes gibt’s diesmal keine. Rätsel auch noch was los war. Vielleicht die Kälte. Hat mich angespornt keine Zeit mit doofen Grimassen zu verbringen. Dafür sind es Suchbilder…ich habe nämlich die Fäden noch nicht vernäht. Vor lauter Zeitdruck und Faulheit. Wollte ich während der Autofahrt machen. Ziemlich doofer Plan mit zwei Kindern. Hat nicht funktioniert. Könnt auf den Fotos die losen Fäden noch erkennen. Unklar bleibt, ob ich sie jemals vernähen werde..

Verlinkt bei RUMS.

Habt einen wundervollen Donnerstag.

Britta

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6 thoughts on “Winterliche Auszeit

    1. Vielen lieben Dank. Und ja, es ist wirklich ganz einfach.
      Ok, die ersten 5-6 Reihen ist es ein Gefummel bis man die Zunahme raus hat. Aber wenn man es raus hat kann man ganz locker flockig Stricken ohne zu denken. Genau mein Ding😜 Geht ab spätestens der 10. Reihe automatisch. Musst dir nur mit einem Markierer die Zunahmenseite markieren.
      Also los, ran an die Nadeln.
      Ganz liebe Grüße
      Britta

  1. Schade, dass das Tuch kratzt, denn es sieht toll aus und dazu noch diese atemberaubende Landschaft, super!
    Das mit den Glühbirnen kenne ich und generell glaube ich, dass man nie mit allem wirklich in einer Wohnung oder einem Haus fertig ist. Bei anderen wirkt es immer nur so als ob alles perfekt ist 🙂

    Lieben Gruß
    Sarah

    1. Du sprichst mir aus der Seele😂Bei anderen denke ich auch immer: Wow, wie bei Schöner Wohnen hier…Und wenn man fertig ist kann man von vorne anfangen 😜

      Vielen Dank. Die Landschaft am Spitzingsee ist wirklich wunderschön.

      Ich wünsche dir einen schönen Abend.
      Viele Grüße
      Britta

  2. Hallo, versuch’s doch mal mit Babyshampoo zu waschen oder gib etwas Haarspülung / -packung drauf. Was Haare weich macht, hilft auch oft bei Kratzewolle.
    Lieben Gruß
    Doris

    1. Echt jetzt😳😀Danke für den Tipp. Werde ich gleich umsetzen. Das wäre so toll wenn das wirkt. Ich liebe den Schal echt aber flippe aus bei dem Gekratze an meinem Hals. Ich bin dann mal Shampoonieren😀
      Ganz lieben Dank Doris.

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